Umbau des Jeep zum Reisemobil
- Andrea & Noé
- 1. Mai 2019
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Apr. 2021
Im Frühling 2018 finden wir einen Occasion Jeep Wrangler.
Das Auto ist aus 1.Hand, hat Jahrgang 2011 und bereits 150’000 km auf dem Buckel.
Er ist noch im Originalzustand und hat bisher keine Offroadstrecke gesehen.

Um zu sehen, ob der Jeep Mängel hat, machen wir mit ihm in den Sommerferien eine Campingtour mit Zelt nach Norwegen. Es funktioniert alles einwandfrei.
Im Herbst absolvieren wir einen Offroad Fahrkurs, sowie einen Mechanikerkurs. Wir vertiefen unsere 4x4 Kenntnisse und lernen z.B. wie wir im Gelände Reifen oder gebrochene Federn reparieren.
Um Kosten zu sparen und Neues zu lernen, wollten wir von Anfang an so viel wie möglich selber machen. Es ist aber auch klar, dass wichtige Arbeiten von Fachleuten gemacht werden müssen.
Dann planen wir den Umbau. Noé geht mehrfach mit Zeichnungen und Fotos zur Motorfahrzeugkontrolle, um sicherzustellen, dass der Umbau am Ende auch regelkonform ist und abgenommen wird.
Im Dezember bekommt das Auto sein Klappdach und ein aufklappbare Sonnen- und Regenmarkise, welche bei einem Jeepspezialist in Deutschland montiert werden.
Zusammen mit einem jungen Offroadgaragisten in der Nähe von Luzern wird ein neues Fahrwerk mit Federn und Stossdämpfer unters Auto geschraubt. Dies sorgt für mehr Bodenfreiheit und eine höhere Zuladung. Zudem werden die Strassenpneus durch widerstandsfähigere Offroadreifen ersetzt.
Den Innenausbau planen und bauen wir selber. Wenn man nicht Mechaniker ist, dann bringt einen jede Schraube welche man am Fahrzeug selber angezogen hat, ein kleines Stückchen weiter. Zudem ist es auch einfach ein tolles Gefühl, wenn „Selbstgemachtes“ am Ende funktioniert. Es ist spannend und extrem lehrreich, sich mit so viel verschiedenen Themen zu befassen: Von der 4x4-Antriebstechnik, über Solar-und Batterietechnik, hin zu Trinkwasser-filter und Luftkompressoren…
Wir entfernen die Rückbank und bauen einen flachen Boden mit unterirdischem Stauraum ein. Für das Heck wird eine Box mit Outdoor Küche und Stauraum geschreinert. Eine zweite Batterie und ein mobiles Solarpanel geben unterwegs Energie für Kühlbox, Laptop und Kameras. So können wir auch mal 3-4 Tage an einem Ort stehen bleiben, ohne dass wir den Motor anwerfen müssen. Wir finden sogar Platz für eine mobile „Notfall-Toilette“. Aussen an der Hecktüre wird ein Gestell montiert, welches eine Alubox mit Ersatzteilen tragen wird. Seitlich am Dach werden zwei gelbe Reservekanister befestigt, welche die Reichweite um rund 100 km erweitern. Es braucht auch einiges an Service, wie neue Bremsscheiben, Ölwechsel etc…
Auch die ganze Campingausrüstung muss geplant und beschafft werden: Tisch und Stühle, Gaskochherd, Wasserkanister, Licht, Hängematte… Auch wenn wir nur das Nötigste mitnehmen, summiert sich die Anzahl der Gegenstände und für alles muss ein Plätzchen gefunden werden.
Nach einer Planungs- und Umbauzeit von 1 Jahr wird das Auto wenige Tage vor dem Verschiffen des Fahrzeugs fertig. Für eine Testfahrt reicht es nicht mehr!











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