Reiseroute
- Andrea & Noé
- 5. Juli 2020
- 2 Min. Lesezeit
Unser Traum war eine Reise von „Alaska“ nach „Panama“. Einen so grossen Kontinent von den arktischen Gebieten im Norden bis in die tropischen Gebiete im Süden mit all seinen unterschiedlichen Ländern und Völkern mit unserem kleinen fahrenden Zuhause zu durchqueren, faszinierte uns.
Der Start unserer Reise verzögerte sich leider um einige Wochen. Dies hatte grössere Änderungen an unserer geplanten Route zur Folge. Wir entschieden uns schweren Herzens, den Teil „Alaska“ beiseite zu legen, in der Hoffnung, dies später einmal nachholen zu können.
Unserer Reise war eine intensive einjährige Ziel- und Routenplanung vorausgegangen. Trotzdem war es für uns wichtig, jederzeit die Möglichkeit zu haben, spontan und flexibel agieren können: Schlechtes Wetter, eine Panne oder Neuentdeckungen unterwegs können plötzlich grossen Einfluss auf den Reiseplan haben oder stellen diesen gänzlich auf den Kopf.
Je länger je mehr werden Zutritte in Nationalparks oder zu fragilen Lebensräumen begrenzt.
Einzelne Campingplätze im „Yellowstone“ und vor allem das Permit für den „White Rim“ in „Canyonlands“ mussten wir viele Monate im Voraus reservieren. Diese Termine waren unsere Fixpunkte, denn sie waren für uns sehr wichtig und wir wollten sie auf keinen Fall verpassen.
Ein weiterer Fixpunkt war der Grenzübergang nach Mexiko, den wir Ende Oktober / Anfang November terminiert hatten. Das genaue Datum kristallisierte sich aber erst während der Reise heraus.
Ursprünglich geplant gewesen wäre auch die Fahrt bis Panama. Dies war auch ein grosser Wunsch von Andrea.
Mehrere Faktoren führten dazu, dass wir den Plan änderten und den Jeep schlussendlich ab Veracruz nach Europa zurücksandten. Der Hauptgrund war, dass die Zeit für eine Rückverschiffung ab Panama immer knapper wurde.
Es schien unmöglich, diese Strecke in der verbleibenden Zeit zu schaffen. Wir wollten auf keinen Fall einfach nur durch diese Länder „durchrasen“, sondern dort auch Zeit verbringen.
Es war eine schwierige Entscheidung, nicht bis Panama zu fahren. Es gab zwischen uns einige hitzige Diskussionen.
Doch schlussendlich entschieden wir uns, wenigstens „Costa Rica“ und eventuell noch „Panama“ zu besuchen und dort genug Zeit zu haben.
In „Costa Rica“ waren wir mit einem Mietauto unterwegs. Wir übernachteten in kleineren Hotels an sehr schönen Orten. Trotzdem vermissten wir den Jeep und das damit verbundene Leben.
Da „Costa Rica“ als Land sehr viel zu bieten hatte, verzichteten wir auf einen Besuch von „Panama“.
Total waren wir 5 Monate unterwegs und haben rund 24’000 km zurückgelegt. Das ergäbe einen Tagesschnitt von 160 km pro Tag. Mehrfach blieben wir auch mehrere Tage an einem Ort oder verschoben uns nur im kleineren Rahmen. „Streckentage“, an welchen wir bis zu 500 km abspulten, gab es zum Glück nur wenige
Unsere Reise verlief ganz anders als ursprünglich geplant. Wir sind trotzdem sehr glücklich darüber, wie alles gekommen ist und dass wir so viele tolle Erlebnisse mit nach Hause nehmen durften.
Ein grosses Glück offenbarte sich uns jedoch erst später.
Nach ca. 300 Fahrkilometern, nachdem wir den Jeep in der Schweiz zurückerhalten hatten, blieb er auf einem Ausflug plötzlich stehen. In der Garage entdeckten sie einen kapitalen Schaden am Automatikgetriebe, welcher eine Komplettrevision erforderte.
Wie es ausgegangen wäre, wenn uns dieser Schaden in Mexiko, Guatemala oder einem Nachbarstaat erwischt hätte, wollen wir uns lieber nicht ausdenken. Das wäre mit unseren schlechten Spanischkenntnissen bestimmt keine lustige Angelegenheit gewesen und hätte uns wohl für mehrere Wochen festgesetzt.







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