Tikal (Guatamala)
- Andrea & Noé
- 4. Dez. 2019
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Apr. 2021
Die Strasse Richtung Grenze in "Ceibo" werden immer schmaler.
Wir kommen an mehreren Militär- und Polizeiposten vorbei. Die Einreisenden aus Guatamala werden genau unter die Lupe genommen. Unser Auto wird nur zwei Mal angehalten und wir werden gefragt, woher wir kommen und wohin wir gehen.
Einmal kann es ein Polizist kaum glauben, dass wir wirklich nach Guatamala wollen und wünscht uns viel Glück.
Dann ist es soweit, wir erreichen den Grenzübergang von Mexiko nach Guatemala.
Auf der mexikanischen Seite nimmt der Zollbeamte die im Pass eingelegten Touristenkarten raus und macht einen Ausreisestempel in den Pass.
Wir fahren weiter zum guatemaltekischen Zoll, der aus einem einfachen Container am Strassenrand besteht. Kaum halten wir an, stehen schon Kinder um das Auto herum, welche als „Helfer“ agieren wollen. Für die Einreise werden Kopien von Pass und Fahrzeugausweisen benötigt. Obwohl hinter der Theke ein Kopiergerät steht, müssen die Kopien dafür im Dorf, mehrere hundert Meter nach der Grenze gemacht werden. Ein neunjähriger Junge begleitet Noé ins Dorf zu einem einfachen Laden, wo die Kopien gemacht werden können.
Zurück beim Zoll, muss für den Jeep ebenfalls noch ein Einreisepapier gemacht werden. Dieses kostet einen kleinen Betrag, welchen man bei der Bank im Dorf bezahlen muss. Also marschiert Noé noch einmal ins Dorf.
Die Bank ist eine Art Kiosk hinter schweren Gittern, die von Jugendlichen bedient wird.
Nach der Desinfektion des Jeeps, können wir nach Guatemala einreisen.
Alles in allem hat der Grenzübergang ca. 1 1/2 Stunde gedauert.
Das riesige Gebiet im Norden von Guatamala heisst „Petén“.
Es ist von Dschungel bedeckt und nur dünn besiedelt. Doch wir sehen immer wieder gerodete Waldflächen, dessen Land von den Einheimischen zum Errichten einer Bleibe und zum Anbau von Nahrungsmitteln gebraucht wird.
Auf der Strasse sind viel weniger Autos unterwegs als in Mexiko. Auffallend ist, dass dafür sehr viele kleine Motorräder unterwegs sind. Auch Busse sind immer wieder zu sehen. Sie fahren mit einem unglaublichen Tempo! In den kleinen Dörfern hat es zahlreiche Hühner und Schweine, die frei herumlaufen.
Wir kommen weniger schnell voran, als wir gedacht haben. Campingplätze hat es in dieser Gegend keine und auch Hotels sind sehr dünn gesät. Da es bald zu dämmern beginnt, steuern wir ein Hotel in der Nähe von „Flores“ an.
Am nächsten Tag machen wir einen kurzen Abstecher in die Stadt „Flores“, die mitten auf einer Insel in einem See liegt und mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist.
Danach fahren wir weiter nach Tikal, einer einst mächtigen und einflussreichen Mayastätte, die mitten im Urwald liegt.
Auf dem Weg dorthin begegnen wir zahlreichen Tieren auf gelben Warnsignalen...
Da es bereits Nachmittag ist und wir in diesem schwülheissen Klima ziemlich schwitzen, beschliessen wir, die Mayaruinen am frühen Morgen zu besichtigen.
Direkt vor den Toren von Tikal gibt es einen einfachen Campingplatz.
In den Ästen der Bäume sitzen viele verschiedene Vögel. Zwei kleine Tukane, sogenannte "Halsbandarassari" fressen sich an einer Papaya satt.
Am Abend wird der Campingplatz von ein paar einheimischen Männern zum Fussballplatz umfunktioniert und wir sind die Zuschauer.
Es wird schnell dunkel. Als wir mit der Taschenlampe in die Umgebung leuchten, sehen wir überall kleine Augen funkeln. Unser Jeep ist von tausenden von Wolfspinnen umzingelt!
Am nächsten Morgen erwartet uns eine Überraschung: Eine Gruppe Nasenbären frühstückt neben uns und marschiert anschliessend an uns vorbei.
Auf dem Weg zu den Mayapyramiden begegnet uns eine seltsame Kreatur: Ein Pfauentruthahn.
Dann hüllt uns der Urwald mit seinem dichten Blätterdach ein und der Duft von Pflanzen und Erde ist von nun an unser ständiger Begleiter. Die Pyramiden, Tempel und Plätze wurden zum Teil von Bäumen und Schlingpflanzen befreit. Einige Gebäude liegen aber immer noch unter der Erde begraben und die Hügel sind dicht von Pflanzen bewachsen.
Die Tempel sind unglaublich steil und hoch.
Der Stadtstaat wurde über 1000 Jahre lang besiedelt.
Gran Plaza: Templo del Gran Jaguar, Templo ll, Acropolis Central
Templo V, Templo lV
Der "Templo lll" ist erst oben ausgegraben, alles andere liegt noch unter der Erde mit dichtem Pflanzenbewuchs.
Vom "Templo lV", dem höchsten Gebäude von Tikal (65m), haben wir eine grandiose Sicht auf das unendliche Urwaldmeer rund um Tikal. In diesem grünen Teppich befinden sich noch viele andere Mayastätten. Einige sind nur sehr schwierig zugänglich.
Gran Pyramide
Templo V
Im kleinen Museum sehen wir auf Fotos, wie die Pyramiden vor der "Ausgrabung" ausgesehen haben.
Karte: Tikal

















































Kommentare