Oaxaca
- Andrea & Noé
- 27. Nov. 2019
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Apr. 2021
Die Landschaft auf dem Weg nach "Oaxaca" verändert sich langsam: Die flache Ebene wird hügeliger und die Hügel werden durch Berge abgelöst.
Wir begegnen immer wieder Fahrradfahrern, die auf dem Rücken eine grosse Marinestatue (Virgen de Guadalupe) mit sich tragen.
Als wir nach dem Mittag in "Oaxaca" ankommen, ist eine breite Strasse mit vier Bussen abgesperrt. Die Busfahrer stehen davor und Plakate weisen auf ihr Anliegen hin.
Wir und alle nach uns kommenden Fahrzeuge müssen umständlich wenden und einen anderen Weg suchen.
Die Stadt mit ihren bunten Häusern liegt in einem Hochtal und ist von Bergen umgeben.
In diesem Bundesstadt ist die indigene Bevölkerung stark vertreten. Sie wohnen in den zahlreichen Dörfern rund um "Oaxaca", kommen aber mit ihren bunten Trachten als Verkäufer und Verkäuferinnen von Kunsthandwerk und Marktprodukten in die Stadt.
An den Wänden der Gebäude entdecken wir "Streetart". Einige von ihnen haben einen sozialkritischen Hintergrund.
Wir übernachten zwei Nächte in einem typischen Kolonialhotel.
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Dachterasse, erkunden wir den ganzen Tag die farbenfrohe Stadt.
Die „Iglesia Santo Dominco“ ist eine klassische Barockkirche, die von den Jesuiten erbaut wurde.
Direkt daneben liegt das ehemalige Kloster von Santo Domingo, in dem sich heute ein Museum befindet. Hier kann man die Schätze aus einem Grab von „Monte Alban“, einer ehemaligen Stadt der Zapoteken sehen, die später von den Mixteken als Grabstätte von wichtigen Persönlichkeiten gebraucht wurde. Zu den mixtekischen Fundgegenständen gehören ein mit Türkisen überzogener Totenkopf und fein gearbeitete Goldarbeiten.
Auf der Fussgängerstrasse „Alcala“ erreichen wir den „Zocalo“. Hier ist einiges los!
Überall stehen Polizisten mit ihren Motorrädern herum und ein Polizeiauto steht zur Besichtigung bereit. Wir können einen älteren Mann beobachten, der sich an das Steuer dieses Autos setzt und am liebsten nicht mehr aussteigen möchte.
Weiter hinten hat die Feuerwehr eines ihrer aktuellen Fahrzeuge ausgestellt.
Daneben steht ein altes Modell. Es ist das erste Feuerwehrauto von „Oaxaca“, ein „Willys Jeep“. Ein Feuerwehrmann erklärt es uns voller Freude, als er merkt, dass wir es interessiert anschauen.
Danach schlendern wir durch den Essmarkt „Mercado 20de Noviembre“. Es ist erstaunlich, was hier alles angeboten wird!
Nach einem Glaskelch Trinkschokolade im „Mayordomo“, schauen wir uns in diversen kleinen Kooperativen kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus der Gegend an. Die wunderschönen Wollteppiche und die farbigen Textilarbeiten gefallen uns besonders gut.
Als Andrea gegen Abend noch das Textilmuseum besuchen möchte, begegnet ihr ein Umzug mit jungen Mädchen und Jungen in bunten Kleidern. Begeistert lässt sie sich von der Musik, der ausgelassenen Stimmung und all den Farben anstecken und begleitet die Menschen, bis es dunkel wird.
Da Nicole und Sebastian heute ebenfalls in „Oaxaca“ ankommen, treffen wir uns zu einem Nachtessen mit einer typischen Spezialität dieser Gegend: Sieben Moles, sämige Sossenkreationen mit vielen unterschiedlichen Gewürzen. Es schmeckt vorzüglich!
Wir können einfach nicht widerstehen: Am nächsten Tag kauft sich Andrea bei einer Frau einen roten Wollteppich und Noé bei einer Kooperative einen schwarzen Teppich mit typischen zapotekischen Mustern.
Nach einem kleinen Imbiss verlassen wir "Oaxaca".
Die Fahrt durch die kleinen Dörfer gefällt uns sehr gut.
Unterwegs kommen wir an vielen Agavenfeldern vorbei. Diese Pflanze wird für die Herstellung von „Mezcal“, einem mexikanischen Schnaps verwendet. Die Agavenstücke werden mit einer Steinwalze zerkleinert.
Als wir beim „Hierve el Agua“ ankommen, dämmert es bereits.
Trotzdem schauen wir uns noch die mineralhaltigen Wasserbecken und den weissen versteinerten Wasserfall an. Das abnehmende Licht verwandelt alles in eine märchenhafte Welt.
Am fernen Himmel ist ein oranges Lichtspektakel zu sehen, ein Wetterleuchten der besonderen Art.
Am Morgen beim Sonnenaufgang herrscht am Himmel eine dramatische Wolkenstimmung.
Wir essen mit einem tollen Ausblick unser Morgenessen.
Danach treffen wir auf Natalie und Matthias, die beiden Deutschen aus St.Gallen, die wir bereits in „Arches“ getroffen haben. Es gibt viel Spannendes zu erzählen.
Später als gedacht machen wir uns auf den Weg nach „San Cristobal de las Casas“.
Karte: Oaxaca


















































































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