No Popocatépetl
- Andrea & Noé
- 26. Nov. 2019
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Apr. 2021
Früh am Morgen fahren wir mit dem Bus von "Mexico City" zurück nach "Teotihuacan".
Von dort geht es mit dem Jeep in die Garage, da das vordere Differential Öl verliert.
Wir müssen zuerst mehrere Stunden warten. Diese Zeit verbringen wir an einem kleinen Tisch im Schauraum, umzingelt von den neuen Automodellen.
Das Problem ist danach bald behoben und wir machen uns auf den Weg Richtung "Popocatépetl". Dieser Vulkan ist noch aktiv und die Strasse muss deshalb ab und zu gesperrt werden.
Wir fahren die Passstrasse hinauf. Die wechselnden Lichtstimmungen und der Duft der Nadelbäume begleiten uns auf der ganzen Fahrt.
Als wir oben ankommen, ist die Weiterfahrt auf der Strasse mit einer Barriere gesperrt. Wir steigen aus und versuchen den "Popocatepetl" zu entdecken. Doch dieser versteckt sich hinter einen Wolkenwand. Auch "Iztaccihuatl" ist nicht zu sehen. Schade!
Zu diesen beiden Vulkanen gibt es eine aztekische Sage:
Eine Häuptlingstochter, die „Iztaccíhuatl“ (Weisse Dame) hiess, verliebte sie sich in den Krieger"Popocatépetl" (Rauchender Berg).
Als ein Krieg ausbrach, versprach der Vater von „Iztaccíhuatl“, dass der junge Mann seine Tochter zur Frau nehmen könne, wenn er ihm den Kopf des Feindes bringe.
Nach mehreren Monaten kehrte ein Krieger zurück und erzählte, dass "Popocatépetl" getötet worden sei. „Iztaccíhuatl“ war so traurig, dass sie nichts mehr ass und trank, sodass sie nach wenigen Tagen starb. Kurz darauf kehrte "Popocatépetl" unversehrt aus dem Krieg zurück. Als er seine tote Geliebte sah, trug er sie voller Trauer zum Berg und kniete sich dort neben sie, bis auch er an seinem Kummer starb.
Die Götter verwandelten die beiden Verstorbenen in zwei Berge.
Mit der Rauchfahne zeigt "Popocatépetl", dass er immer über "Iztaccíhuatl" wacht, die an seiner Seite schläft.
Wir fahren die Strasse wieder zurück und möchten gerne in der Nähe des "Popocateptl" übernachten, in der Hoffnung, dass wir am nächsten Morgen die beiden Vulkane sehen können.
Doch dies ist gar nicht so einfach. Erst nach dem dritten Versuch finden wir in "Atlixco"endlich einen Campingplatz, den es noch gibt und der geöffnet hat.
Der Stellplatz liegt in einem "Feriendorf" für mexikanische Touristen. Zuerst behauptet der Mann an der Reception, dass es leider keinen Platz mehr hat. Als er merkt, dass wir keine Amerikaner sind, hat es dann doch plötzlich noch einen Platz. Und oh Wunder, wir sind die Einzigen, die hier auf dem grossen Parkplatzareal campieren!
Am nächsten Tag werden wir vom Wischgeräusch eines Besens geweckt. Ein junger Mann scheint es mit der Sauberkeit rund um unser Auto sehr genau zu nehmen...
Leider haben wir auch heute kein Glück: no "Popocateptl", no „Iztaccíhuatl“!
Dafür haben wir in "Puebla" eine nette Begegnung mit einem Polizisten. Als erstes schüttelt er dem Fahrer die Hand und fragt, wie es uns geht. Dann wünscht er uns eine gute Reise.
Karte: Passstrasse Popocateptl













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