Monarchfalter
- Andrea & Noé
- 19. Nov. 2019
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Apr. 2021
Auf der Fahrt nach "Tepic" kommen wir durch eine grüne und fruchtbare Gegend, die uns immer wieder an die Schweiz erinnert.
Einige Mautstellen der Autobahn sind nicht mehr in Betrieb. Sie sind von Menschen dieser Gegend besetzt. Wenn ein fremdländisches Auto daherkommt, wird ein Strassenkegel an einer Schnur in die Strasse geworfen und es wird nach ein wenig Geld gefragt.
Da es sich jeweils nur um ein paar Franken handelt, geben wir dieses.
Als wir eine junge, stark geschminkte Frau nach dem Grund fragen, antwortet sie: "Ich brauche es, um Mascara zu kaufen."
Nach einer Übernachtung in "Tepic" und zwei Nächten in "Guadalajara" fahren wir in die Berge nach "Angangueo", das im Monarchenfalterbiospährenreservat liegt.
Unterwegs durchqueren wir einige kleine Dörfer und überwinden mit unseren Autos zahlreiche Topes, mexikanische Schwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung.
Unser Hotel ist orange wie die Monarchfalter.
Wir sehen uns den Ort an. Danach kehren wir ins Hotel zurück, wo extra für uns gekocht wird. Da die Saison noch nicht angefangen hat, hat es fast keine Gäste im Hotel.
In der Nacht wird es ziemlich kalt.
Am nächsten Morgen fahren wir nach "El Rosario". Die Strasse führt steil bergauf.
Kaum sind wir oben, stehen einige Menschen am Strassenrand und quer über die Strasse ist ein Seil gespannt. Wir zahlen einen Geldbetrag und erhalten dafür eine Quittung.
Als wir in "El Rosario" ankommen, werden wir sofort von Frauen umringt, die uns Menükarten entgegenhalten. Wir vertrösten sie auf später.
Die Monarchfalter können nur mit einem Führer besucht werden. Wir haben Glück, der Mann, der uns begleitet, ist sehr nett und beantwortet gerne all unsere Fragen.
Der Weg führt den Hügel hinauf durch den Wald. Da wir uns auf ca. 3000 m.ü.M. befinden, ist der Aufstieg anstrengend.
Plötzlich sehen wir den ganzen Himmel voller Schmetterlinge.
Wenn tausende von Schmetterlingen mit den Flügeln schlagen, tönt es wie Schnee, der zur Erde niederfällt.
Wir schauen wie gebannt diesem atemberaubenden Schauspiel zu.
Weiter oben sehen wir einige Bäume, deren Äste und Stämme vollständig von Schmetterlingen bedeckt sind.
Die Monarchfalter sind Wanderschmetterlinge. Sie legen auf ihrer Reise von Kanada bis hierher ca. 4000 km zurück. Dafür brauchen sie 6-8 Wochen. Eine unglaublich lange Strecke für solch zarte Tiere!
Die Ankunft der Schmetterlinge in Mexiko fällt jedes Jahr auf den Tag der Verstorbenen.
Sie verbringen hier einige Monate in ihrem Winterquartier und bedecken mit ihren Körpern dicht an dicht die Bäume dieses Waldes.
Schweren Herzens trennen wir uns von den Monarchfaltern und machen uns auf den Rückweg.
Unten angekommen, werden wir sofort wieder von den Frauen mit den Menükarten belagert. Wir teilen uns auf, so dass zwei Familien etwas verkaufen können.
Die kleine Küche ist sehr bunt. Bei uns gibt es eine Pilzsuppe mit direkt auf dem Ofen hergestellten Tortillas.
Karte: El Rosario







































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