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Canyonlands Island in the Sky

  • Andrea & Noé
  • 10. Okt. 2019
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. März 2022

Wir fahren auf der „Potash Road“ nach „Island in the Sky“.

Dies ist eine weitere Landschaft im "Canyonands Nationalpark".

Sie wurde von den beiden Flüssen „Colorado River“ und „Green River“ geformt.

Das oberste Plateau thront wie eine Insel in den Wolken. Weiter unten folgt ein weiteres Plateau und dann die Canyons.

Während der Fahrt können wir immer wieder schöne Ausblicke auf den „Colorado River“ geniessen.

Am Abend übernachten wir ganz alleine auf dem Backcountry-Stellplatz „Shafer“.

In der Nacht ist es vollkommen still, nicht einmal Zikaden sind zu hören.



Am Morgen fahren wir die steile Zickzackstrasse zur Hochebene hinauf.

In der Steilwand sind die verschiedenen Steinschichten sehr gut zu sehen. Je nach Stein verwittern der Fels anders. So können z.B. bei einer Steinschicht senkrecht verlaufende Pfeiler entstehen und bei einer anderen viereckige Klötze. Nur bei einer speziellen Art von Sandstein entstehen Bögen.

Zuerst sichern wir uns einen Übernachtungsplatz im kleinen Campingplatz mit nur 12 Stellplätzen.



Dann zieht es uns mit aller macht an die Ränder dieser "Insel".

Beim „Green River Overlook“ und beim „Grand View Point Overlook“ sehen wir hinunter zur Strasse auf dem „White Rim“, die an der Abbruchkante der Canyons entlangführt.

Die Landschaft ist so unwirklich und fremd, dass wir uns schlagartig auf den Planeten Mars versetzt fühlen.



Am nächsten Tag starten wir voller Vorfreude unsere dreitägige Fahrt dem „White Rim“ entlang, indem wir zuerst wieder nach unten fahren. Für diese 4x4-Strecke und die Übernachtungen braucht man ein Permit, das wir mehrere Monate zum Voraus besorgen mussten. Die Anzahl der Besucher ist stark limitiert.

Dieser Weg in das einsame und unzugängliche Gebiet wurde in den 50er-Jahren für die Suche nach Uranium angelegt. Aufgrund des geringen Vorkommens wurden die wenigen Minen jedoch nach kurzer Zeit aufgegeben.

Der erste Streckenabschnitt ist abwechslungsreich und führt uns immer wieder an der Abbruchkante entlang. In dieser Steinlandschaft wachsen nur wenige Pflanzen. Ab und zu sehen wir ein Streifenhörnchen über die Strasse flitzen und einmal entdecken wir ein paar Schafe. Menschen begegnen wir nur selten.

Am Abend übernachten wir beim Stellplatz "Gooseberry".



Wir geniessen die Einsamkeit unseres Stellplatzes in vollen Zügen. Die Stille umhüllt uns wie ein schützender Mantel und der Sternenhimmel wacht über unserem Schlaf.

Am nächsten Tag gönnen wir uns ein ausgedehntes Frühstück und fahren daher ein bisschen später als üblich los.

Die Fahrt in dieser wilden und urtümlichen Erosionslandschaft versetzt uns in eine längst vergangene Zeit, wir fühlen uns klein und verletzlich in dieser übermächtigen Natur.

Unterwegs machen wir einen Abstecher zum "White Crack". Hier hat man einen fantastischen Blick auf die Canyonlandschaft.

Der Höhepunkt des Tages erwartet uns beim "Murphy Hogback": Die Strasse windet sich in engen und steilen Kurven an den Abhängen entlang aufwärts auf das höhergelegene Plateau und wieder in die Ebene hinunter. Es gibt kaum Ausweichstellen. Wenn uns jemand entgegenkommt würde, müssten wir oder die anderen eine ziemlich weite Strecke rückwärts fahren. Beim Aufwärtsfahren ist dies kein Problem, beim Herunterfahren jedoch kommen uns zwei riesige Fahrzeuge entgegen. Zum Glück gibt es dort eine Ausweichstelle und alles läuft glatt.

Wir sind ziemlich müde, als wir am Stellplatz "Candlestick" ankommen.

Der namensgebende Berg leuchtet in der Abendsonne feuerrot.

An der Abbruchkante liegen viele traubenförmige "Moqui-Marbles". Diese Steine sehen ganz anders aus als jene, die wir im "Grand Staircase Escalante" gefunden haben.

Es ist angenehm warm, so dass wir lange draussen sitzen bleiben. Eine Fledermaus fliegt eine Weile in der Nähe herum.



Für die letzte Etappe stehen wir früh auf, um den Sonnenaufgang zu beobachten.

Ein Rabe begrüsst uns mit seinen Lauten, die ganz anders klingen als die der Vögel bei uns.

Der Tag erwacht und die Felsen werden allmählich rot beleuchtet.

Wir freuen uns auf die heutige Fahrt.

Beim "Hardscrabble Hill" wird die Strecke noch einmal wild und abenteuerlich.

Danach ändert sich die Landschaft. Wir sehen häufig das Grün des Wassers des "Green Rivers" zwischen dem Orangenbraun der Felsen aufblitzen und am Wegrand hat es nun viel mehr Pflanzen.



Bald verlassen wir den Bereich des Nationalparks und fahren zum "Dead Horse State Park", von wo wir einen letzten Blick zurück auf die grossartige Canyonlandschaft werfen können.

Hier übernachten wir auf einem Campingplatz. Am Abend beginnt es stark zu winden und die Luft kühlt deutlich ab. Am Morgen ist es unter Null und wir ziehen uns warm an, um nicht zu frieren.



Karte Canyonlands Island in the Sky:


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