top of page

Baja Nord

  • Andrea & Noé
  • 2. Nov. 2019
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai 2022

Heute brechen wir frühzeitig von "San Diego" auf und fahren nach "Tijuana".

Vor der Grenze zu Mexiko sind wir ein bisschen nervös und hoffen, dass alles gut läuft.

Es ist der meistfrequentierte Grenzübergang der Welt.

Die Menschen hier sind alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Nach der Zollinspektion des Autos, der Visumbeschaffung und dem Autoimport müssen wir an einer langen Menschenschlange, die sich vor der Grenze in die USA gebildet hat, entlang gehen, bis wir zu einem Gitter kommen, wo wir uns aus diesem Land abmelden müssen.

Danach führt die Strasse eine ganze Weile an der Mauer entlang.

Die unterschiedlichsten Gedanken gehen uns beim Anblick dieser abweisenden Wand durch den Kopf und ein beklemmendes Gefühl breitet sich aus.



Nun sind wir also in der "Baja California", einer Halbinsel, die den Übernamen "Heisser Ofen" trägt. Weite Teile dieses Landes sind unbewohnbar.

Wir fahren weiter nach "Ensenada", wo wir Nicole und Sebastian treffen.

Sie haben hier an einer kleinen Schule zwei Wochen Spanisch gelernt und wohnten in dieser Zeit bei einer Gastfamilie.

Heute ist "Dia de los Muertos". Die Menschen gehen auf den Friedhof und feiern mit den Toten ein fröhliches Fest mit Musik und Essen. Die Gräber sind bunt geschmückt und überall sind orange Blumen zu sehen.



Nach einer interessanten Führung durch Ensenada gehen wir am Abend in einem speziellen Restaurant essen. Danach übernachten wir in einem Zimmer bei den "Gasteltern" von Nicole und Sebastian.



Am nächsten Tag fahren wir gemeinsam nach "Catavina".

Dort übernachten wir in der ehemaligen Mission "Santa Maria".



Ganz in der Nähe hat es in einer Höhle farbenfrohe Felszeichnungen.

Wir bewundern die riesigen Kakteen, die unten verholzt sind.

Noe ist ein Zwerg im Vergleich zu diesen Pflanzen...



Endlich ist es soweit, ab "Parador Punta Prieta" fahren wir von der Hauptstrasse weg auf Nebenstrassen ins Hinterland. Auf diese abenteuerliche Tour haben wir uns schon lange im Voraus gefreut.

Nach einer wunderschönen Fahrt mitten durch das Kakteenland kommen wir zur "Baia de los Angeles" am "Mar de Cortes". Dieses Meer ist wegen einer kalten nährstoffreichen Tiefenströmung sehr fischreich.

Wir stellen unsere Autos direkt am Strand hin und gehen im warmen Wasser schnorcheln.

Es ist toll, schwebend die Unterwasserwelt zu entdecken.

Im Sand verstecken sich kleine Rochen, die sofort wegschwimmen, wenn ein Schatten auf sie fällt. Es hat auch andere Fische. Andrea wird von drei Kugelfischen mit orangen Augen "verfolgt", die ihr immer wieder sehr nahe kommen.

Pelikane sitzen am Ufer und Möwen trippeln im Sand umher.

Hier gibt es ein paar Hunde, die uns beim Abendessen Gesellschaft leisten, indem sie es sich neben uns bequem machen und so tun, als gehören sie zu uns.

Auch beim abendlichen Spaziergang am Strand begleitet uns einer davon.

Am Morgen entdecken wir eine Gruppe Delfine, die im Wasser lautlos an uns vorbeiziehen.

Ein magischer Moment, der leider viel zu schnell vorbei ist.



Dann fahren wir zu einem Strand nahe bei "San Rafael".

Dieser ist übersät von zahlreichen grossen Muscheln in allen Formen. So viele Muscheln auf einem Haufen haben wir noch nie gesehen. Andrea wird vom "Muschelfieber" gepackt und sucht eifrig nach besonders schönen Exemplaren.

Natürlich gönnen sich die beiden Frauen noch eine kleine Abkühlung im Meer.



Nach einer längeren Pause geht es weiter.

Es wird langsam Abend und wir suchen einen Ort zum Übernachten.

Plötzlich wird der eingeschlagene Weg immer schmaler und wir umfahren im Slalom die stacheligen Pflanzen rechts und links, so dass unsere Autos nicht zerkratzt werden.

Irgendwann ist es dann soweit und wir müssen umkehren.



Dies erweist sich jedoch als Glücksfall, denn wir finden einen tollen Bauernhof: Die "Rancho Escondido". Sie gehört Oscar und seiner Frau. Wir werden sehr herzlich aufgenommen.

Da sie auf dem Hof gerade eine Kuh geschlachtet haben, sind viele Leute vor Ort.

Zum Abendessen gibt es Fajitas mit Fleisch und Salsa. Sabe muy bien!



Nach dem mexikanischen Morgenessen fahren wir mit Oscar zu drei verschiedenen Höhlen mit Felszeichnungen. Unterwegs zeigt er uns verschiedene Pflanzen und erklärt uns dies und das. So kann man zum Beispiel das Holz einer Kakteenart gut als Brennholz gebrauchen und die rote Frucht eines anderen Kaktus ist essbar.



Danach verlassen wir den Bauernhof und besuchen auf dem Weg nach "Guerrero Negro" noch die prähistorische Höhlenmalerei"El Carmen".

Die Höhle liegt ein bisschen erhöht. Von hier aus hat man einen guten Ausblick über die Landschaft.



Kommentare


bottom of page